Trampgeschichten

Tramperlebnisse und Personen, die uns beim Trampen mitgenommen haben.
Die nachfolgenden Strecken haben wir je innerhalb eines Tages geschafft.

 

9625

Kilometer

185

Fahrzeuge

Uçhisar nach Ünye – Tag 1 (ca. 250 km)

 

Üstün

Er musste erstmal Medikamente an Apotheken in auf dem Weg liegende Städte und Dörfer ausliefern. Außerdem kaufte er Essen für uns, obwohl wir ihm gesagt haben, dass wir nichts wollen. Als er es dann für uns einfach mitgebracht hat, erklärten wir ihm über den Übersetzer, dass wir als Veganer auch keine für uns gekauften und geschenkten Lebensmittel annehmen wollen, die nicht vegan sind. Schließlich möchten wir nicht, dass andere Geld für uns ausgeben, um herrschaftliche und ausbeuterische Strukturen wie die Massentierhaltung zu unterstützen, insofern es vermeidbar ist. Er wollte es erst gar nicht so recht akzeptieren, dass wir die Pizza mit Fleisch und Käse nicht essen und hat uns die Pizzen mit Stüroporverpackung dennoch auf unseren jeweiligen Schoß gestellt. An dieser Geschichte erkennt man wieder mal, wie eine als Hilfe und Wohlwollen gedachte Aktion bei einer anderen Person sogar eher negativ aufschlagen kann. Kommunikation ist eben wichtig. Lieber die andere Person wenn möglich und sinnvoll fragen, ob sie das annehmen will, was man ihr als Hilfe oder nette Geste anbieten möchte.

 

Turol

Wir standen schon über eine Stunde an der Stelle in Kaydersi, als uns endlich ein Autofahrer namens Turol mitgenommen hat.

 

LKW-Fahrer Murat

Murat nahm uns mit, obwohl es bereits dunkel war. Er ist der erste LKW-Fahrer, dem wir begegneten, der während der gesamten, langen Fahrt kein einziges Mal geraucht hat! Alle anderen LKW-Fahrer vertrieben sich die langen Fahrtzeiten mit mehrmaligem Rauchen. Da Murat in eine andere Richtung fahren musste, hat er uns spät in der Nacht auf der Autobahn rausgelassen. Wir mussten unserem Couchsurfing-Gastgeber sagen, dass wir erst am nächsten Tag kommen würden, da der Weg bis nach Ünye noch viel zu weit gewesen wäre. Wir haben dann auf dem Gras ein paar Meter weiter neben der Autobahn geschlafen.

 

Kizilcukur Valley nach  Uçhisar (ca. 10 km)

 

Türkischer Mann

Wir sind am nächsten durch andere sehenswerte Täler zum Kizilcukur Valley gegangen. Am Ortsausgang von Göreme  sind wir auf einen Hund gestoßen, der uns eine ganze Weile danach noch verfolgt hat und auch recht aggressiv war. Schon beim ersten Treffen wollte der Hund immer in Schlossis Bein beißen und ließ für kurze Zeit von der Hose auch gar nicht los. Später änderte der Hund seine Taktik und versuchte uns quasi zu Fall zu bringen als wir steilere Stellen hinuntergingen. Als wir über eine Leiter weitergingen und dachten, wir hätten ihn endlich abgeschüttelt, tauchte der Hund kurz vor dem Aussichtspunkt wieder auf und verhielt sich immer mal wieder ebenso nervig wie zuvor. Selbst beim Trampen verfolgte er uns weiter. Ein türkischer Mann dachte, der Straßenhund gehöre uns, und wollte uns deswegen erst gar nicht mitnehmen. War nicht so und wir wollen ja eh keine anderen Tiere besitzen. So sind wir dem lästigen Hund also endlich entkommen.

 

Junge und zwei Mädchen

mit Kopftuch

Sie sind in unserem Alter, konnten jedoch alle leider kein Englisch, sodass wir uns kaum mit ihnen unterhalten haben. Sie haben uns an der Kreuzung Richtung Uçhisar abgesetzt und wir sind die letzten paar Kilometer zu der Wohnung unseres Couchsurfing-Gastgebers zurückgelaufen, wo dann ein anderes, auf dem Motorrad reisendes Pärchen sich mit uns die Wohnung teilte.

 

Uçhisar nach Kizilcukur Valley und zurück nach  Uçhisar (ca. 20 km)

 

Hussein

Seine erste Frage war, ob Schlossi Sozialist oder Kapitalist ist. Die Antwort: „Sozialist ist schon irgendwie richtig. Genauer gesagt, Anarchist.“ Nachdem wir dann auch ihn gefragt haben, meinte er, er sei Kommunist. Hussein fuhr uns bis nach Ortahisar. Von dort sind wir zu dem hübschen Tal gelaufen.

 

Türkisches Paar

Da viele Menschen am Abend zu diesem Aussichtspunkt gehen, war es sehr leicht wieder zurückzufahren. Das nette Paar ist in unserem Alter. Sie kamen beide mit dem Flugzeug aus Istanbul und waren erstaunt, dass wir den ganzen Weg aus Deutschland bis dorthin ohne Flugzeug und nur mit Trampen geschafft haben.

 

Antalya nach Uçhisar (ca. 530 km)

 

Erkhan

Erkhan ist Rentner. Er besuchte seine Söhne in Antalya und war auf dem Weg zu sich nach Hause in dem weit entfernten Erzincan. Glück für uns! Denn er nahm uns ganze 9 Stunden lang über 530 Kilometer mit. Gegen 22:00 Uhr sind wir schließlich bei unserem Couchsurfing-Gastgeber in Uçhisar angekommen. Erkhan wollte uns noch unbedingt bis vor die Haustür in Uçhisar fahren, obwohl er gar nicht in das Dorf hätte fahren müssen. Da wir keine türkische Sim-Karte hatten, konnten wir mit Erkhans Handy unseren Gastgeber anrufen.  Durch unseren Gastgeber hatten wir in den ersten Tagen eine ganze eigene Wohnung für uns allein direkt vor den touristischen Sehenswürdigkeiten. So mussten wir früh am Morgen nur etwa eine Minute laufen, um einen wunderschönen Ausblick auf die steigenden Heißluftballons und das durch die Morgensonne beleuchtete Gebirgsgebiet zu haben.

 

Ölüdeniz nach Antalya (ca. 210 km)

 

Mehmet

Er arbeitet in einem Fußballclub und hat den Namen seiner schweizerischen Frau auf seine Finger tätowiert.

 

Mann mit seinen Eltern

Er hat Schlossi ein süßes Brötchen geschenkt.

 

LKW-Fahrer Osman

Er gab nach kurzer Zeit einen Kommentar zu Kerstins Aussehen ab und meinte, dass ihre Augen sehr schön wären.

 

Aliş

Aliş unterhielt sich die ganze Zeit mit uns mit einer sehr lauten Stimme. Er meinte, dass unsere Reisepläne total verrückt sind.

 

Patara Strand nach Ölüdeniz (ca. 80 km)

 

Deutsches Ehepaar

Sie kommen aus Osnabrück und haben Urlaub in Kalkan gemacht. Wir haben ihnen viel über unsere Reise, unsere Wanderung entlang des Lykischen Weges erzählt und das wir gerade auf dem Weg zurück in das Hotel mit den vielen Mücken sind, in welches wir eingeladen wurden.

 

Seyfula

Er lebt in Fethiye. Wir haben fast die ganze Fahrt über nicht miteinander geredet. Da es schon spät war, nicht mehr gut vorangekommen sind und wir nicht nur ein paar Kilometer entfernt von dem Hotelzimmer schlafen wollten, haben wir einen Kleinbus von Fethiye nach Ölüdeniz genommen.

 

Kaş nach Patara Strand (ca. 40 km)

 

Ali und Ramasan

Der eine ist Polizist und der andere Förster. Sie haben uns bis in die Nähe des Strandes gefahren, wo es wohl einen Bezahleingang gibt. Zahlen für einen Strand? Nicht mit uns, dachten wir und wollten einfach vorbeilaufen. Witzigerweise haben wir  einen reisenden Tramper getroffen, der zu seinen Freunden an den wunderschönen Strand mit den riesigen Dünen wollte. Er erzählte uns, dass er bei dem Rainbow Gathering in der Türkei war, welches wir leider verpasst haben. Er meinte, dass man auf der Straße, auf der wir uns gerade befanden, nicht durchkommen würde, weil die dort den Weg versperren, um Eintritt zu nehmen. Es blieb also nur ein Umweg von einigen Kilometern, der einen Fußmarsch von etwa zwei Stunden bedeutete. So wanderten wir also zu dritt zu dem Strand zu seinen Freunden. Zum Glück haben uns Ali und Ramasan nicht noch näher an die Kontrollgrenze gefahren, sonst wären wir wohl einen deutlich längeren Weg gegangen und hätten den Tramper wohl nicht kennengelernt.

 

Demre nach Kaş (ca. 45 km)

 

Türkischer Mann

Als wir in Demre vor den Gräbern von Myra (Gräber in einer Steinmauer) standen und gemerkt haben, dass wir dafür Eintritt bezahlen mussten, hat uns die Sicht von weiter weg genügt. Vor dem Eingang trafen wir ein paar andere Reisende, die sich zusammen ein Auto gemietet hatten. Sie hätten uns bis nach Fethiye mitgenommen, jedoch war nur noch Platz für zwei Personen. Da Ivo bereits mit dem Gedanken gespielt hat, seine Reise abzubrechen, haben wir ihm die Wahl gelassen, ob er weiter mit uns reisen will oder die sich günstig anbietende Fahrt nach Fethiye zu nehmen. Er entschied sich dafür und so waren wir wieder nur noch zu zweit unterwegs. Wir sind dann wieder mehrere Kilometer bis zur Hauptverkehrsstraße zurückgelaufen, wo uns kurz vor Anbruch eines Gewitters ein türkischer Mann mitgenommen hat, mit dem wir uns sehr gut auf Englisch unterhalten konnten.

 

Karaös nach Demre (ca. 55 km)

 

Zwei Fallschirmspringer

Nachdem wir nach zwei Tagen Wanderung von Adrasan zum Leuchtturm und weiter nach Karaös gelaufen sind, trafen wir am Ortsausgang von Karaös nach ca. einer halben Stunde warten auf die beiden Fallschirmspringer. Sie waren mit ihrem zebrafarbenen Pick-up unterwegs, den sie für den Transport von Touristen verwenden, um zu Orten für das Fallschirmspringen zu gelangen.

 

Oktay

Er hat eine Segelschule in Izmir und zuvor einige Zeit in Wien.

 

Melü

Er zeigte uns viele Bilder von seiner Familie auf dem Handy.

 

Olympos nach Adrasan Tag 2 (ca. 15 km)

 

Murat

Er nahm uns von einer sehr verlassenen Straße mit. Wir (Kerstin, Ivo und Schlossi) dachten, wir müssten den ganzen Weg zu Fuß gehen, weil wir am Vortag dort schon lang gestanden haben.

 

Olympos nach Adrasan Tag 1 (ca. 5 km)

 

Verena und Alexander

Wir waren von den „ewigen Flammen“ hoch oben auf dem Berg bei Çıralı zelten und sind den ganzen Weg mit kleinem Zwischenstop am Strand nach Olympos gelaufen. Vor Olympos mussten wir uns erst einmal in ein touristisches Gebiet schmuggeln, für das wir sonst Eintritt hätten zahlen müssen. Ansonsten wäre nur der kilometerweite Umweg die alternative Option gewesen. Verena und Alexander sind ein älteres Ehepaar aus Russland und waren klettern. Sie haben uns ein kleines Stückchen von Olympos mitgenommen, nachdem wir gemerkt haben, dass wir Malve (die Person mit der Einladung zu dem noch nicht-existierenden Hostel) wohl nicht mehr treffen werden. An der Stelle, an der uns Verena und Alexander abgesetzt hatten, entschließen wir uns gezwungenermaßen zu bleiben. Es fuhren kaum Autos und es wurde auch schon dunkel. Wir wollten uns erst in eins der leerstehenden Ferienwohnungen einschleichen. Haben uns aber doch entschieden, erst einmal Personen in der Gegend zu fragen, ob es jemanden stört, dass man dort irgendwo zeltet. Letztendlich war es okay, dass wir neben dem Restaurant unser Zelt aufbauen. Allerdings hat es in der Nacht heftig gestürmt und gewittert, sodass wir Schutz in dem relativ stabilen, aus Holz und Blechdach bestehendem Restaurantgebäude gesucht haben. Dort hat uns der Sohn des Restaurantbesitzers in das Schlafabteil mit hereingelassen, in dem auch der Regen teilweise hindurchkam.

 

Göynük nach Ulupinar (ca. 35 km)

 

Ramasan

Ramasan hat uns zur nächsten Station des Lykischen Wegs gefahren, wo wir wandern gehen wollten. Er wollte uns auch unbedingt zu seinem Tree House Hotel in Olympos einladen. (Wie sich später herausstellte, war dieses Hotel noch gar nicht da. Er hat uns wohl nur ein anderes Hostel zum Bleiben vorgeschlagen. Im Übersetzer hatte er jedoch eindeutig etwas von zu sich einladen geschrieben. Er meinte vermutlich, wenn es mal fertig ist. Wir sind extra den Weg zu diesem Hotel gefahren, um ihn zu besuchen. Auf Whatsapp sind wir mit ihm auch in Kontakt geblieben und fragten ihn, wo genau sein Hotel sei. Jedoch hat er die Adresse von dem anderen Hostel durchgegeben, von dem wir dachten, es wäre seins. Entweder war die Kommunikation durch die Sprachbarriere von beiden Seiten einfach nur schlecht oder er hatte sich einen Scherz erlaubt.)

 

Ölüdeniz nach Göynük (ca. 230 km)

 

Ahmet und Ebreh

Unser Reisefreund Ivo ist schon früher vom Hotel los, weil er noch Wanderschuhe in Antalya kaufen wollte, bevor wir den Lykischen Weg entlangwandern. Ein paar Stunden später machten wir uns auch Richtung Antalya los, um uns mit Ivo wiederzutreffen. Ahmet und Ebreh nahmen uns nach einiger Warterei an der Straße vor dem Hotel mit. Sie stellten uns viele Fragen zu unserer Reise und fuhren uns sogar noch ein Stück weiter als sie ursprünglich wollten, sodass wir nur noch ein paar Minuten bis zur Hauptverkehrsstraße laufen mussten, die von Fethiye nach Antalya führt.

 

Merziserer Durch die Mücken im Hotel konnten wir in der Nacht zuvor kaum schlafen. Wir waren totmüde, sodass uns die Augen immer wieder zu fielen. Merziserer meinte, dass wir ruhig schlafen können. Mit ihm sind wir eine lange Strecke von zwei bis drei Stunden gefahren.
Isak

Er wurde eher nicht von uns, sondern von einem Jungen eines Shops angehalten, den Merziserer wohl vorher damit beauftragt hat. Mit Isak haben wir selbst sehr wenig geredet.

 

Yabasar

Er hat reichlich frisches Obst im Kofferraum umhertransportiert.

 

LKW-Fahrer Hussein

Er war sehr lustig drauf. Schlossi hat in der Fahrerkabine während der Fahrt Gitarre gespielt und gesungen, was ihn sehr gefreut hat.

 

Malve

Sie ist die erste, allein fahrende Frau in der Türkei, die uns mitgenommen hat. Sonst waren immer nur Männer oder Frauen mit Männern in den Fahrzeugen, mit denen wir mitfahren durften. Sie hat uns bis zu dem Treffpunkt gefahren, an dem wir Ivo wiedersehen wollten. Wir hatten gehofft, dass wir an dem Strand schlafen könnten. Leider hat sich herausgestellt, dass der Strand inmitten einer Touristenhochburg mit Sternehotels liegt. Wir sind schließlich mehrere Kilometer an dem Strand entlangegangen bis wir auf einen abgelegenen Strand gest0ßen sind, an dem auch viele andere Menschen gezeltet haben. Von dort sind wir am nächsten Tag zum Canyon und wieder zurück gelaufen.

 

Ölüdeniz zum Schmetterlingstal und zurück nach Ölüdeniz Tag 2 (ca. 25 km)

 

Hammit

Hammit fuhr uns nach einer durch Mücken anstrengenden Nacht in dem leerstehenden Hotel bis zu dem einige Kilometer entfernten Strand von Ölüdeniz. Da wir (Kerstin, Schlossi und Ivo) zuvor noch schön mit ihm gequatscht haben, sind wir erst gegen Mittag losgefahren.

 

Fallschirmspringer

Er arbeitet als Fallschirmspringer in der Nähe vom Strand in Ölüdeniz. Wir meinten, dass das ja zumindest ein ganz cooler Job ist. Aber klar, es ist nicht immer so abgefahren, wie es scheint. Wie er uns gleich selbst gesagt hatte: Wenn man etwas tausendmal macht und sich das, was mal ein Hobby war, zu einer Arbeit wird, dann entwickelt sich daraus schnell ein Zwang. Schließlich bedeutet Arbeit in unserer Zeit meist Geld verdienen. Das Fallschirmspringen mag zwar für ihn immer noch eine bessere Arbeit sein, als im Büro zu sitzen. Dennoch „muss“ er tagtäglich Fallschirmspringen, um Geld zu verdienen. Selbst die für einen schönste Tätigkeit, kann sehr zwanghaft werden, sobald man das Gefühl bekommt, sie aus Gründen, wie dem Geld verdienen, tun zu müssen

 

Gruppe von vier gechillten Leuten

Sie schienen selber gerne so zu reisen wie wir und haben uns mit ihrem Pick-up eingesammelt. Wir drei sind die ganze Zeit auf deren Ladefläche mitgefahren und haben uns so kaum mit ihnen unterhalten können. Nachdem sie uns abgesetzt haben, meinten sie, dass wir schon recht spät dran wären. Wir merkten, dass das stimmte, als wir auf einen Touristenführer stießen, der gerade allein wieder von dem Schmetterlingstal kam. Er erzählte uns, dass es einige Zeit braucht um herunterzugehen, da der Weg nach unten ins Tal recht steil ist. Wir sind ein Stück gegangen und haben gemerkt, dass es definitiv dunkel sein würde, wenn wir wieder nach oben laufen würden. So haben wir den Ausblick vom Schmetterlingstal nur von oben genossen, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

 

Zwei türkische Freunde

Mit ihrer Luxuskarre haben sie uns bis zum Hotel zurückgefahren. Währenddessen haben sie uns viele Fragen zu unserer Reise gestellt, was jedoch durch die Sprachbarriere etwas schwierig war.

 

Fethiye zum Schmetterlingstal Tag 1 (ca. 45 km)

 

Hammit

Wir waren diesmal zu dritt mit einem deutschsprachigem, reisenden Veganer (Ivo) unterwegs. Gleich nachdem das erste Auto für uns anhielt, sollte sich unser Plan etwas verändern. Hammit lud uns zu einem Tee in einem Hotel seines Freundes ein, welches gerade wegen Nebensaison leersteht. Wir wollten eigentlich nur ein paar Minuten bleiben, um es noch rechtzeitig zum Schmetterlingstal zu schaffen. Aus ein paar Minuten wurde eine Stunde. Nachdem uns Hammit seinen Freund und Hotelbesitzer Tugay vorgestellt hat, wurde aus der Stunde ein ganzer Tag. Wir durften kostenlos im Hotelzimmer, unsere Sachen dort lassen und so gepäckerleichternd herumreisen. So sind wir an diesem Tag nur wenige Kilometer entfernt von Fethiye im kleinen Örtchen Öludeniz hängen geblieben. Trotz anstrengender und teilweise schlafloser Nächte durch Mücken im Hotelzimmer, sollten wir noch einige Tage dort bleiben. Wir drei haben uns schließlich überlegt den meisten Kram im Hotelzimmer zu lassen, um wenige Tage später Teile des Lykischen Wegs zu wandern, einem wunderschönen Fernwanderweg zwischen Fethiye und Antalya.

 

Dalaman nach Fethiye (ca. 45 km)

 

Yavuz

Er war gerade auf dem Weg etwas für seine Arbeit auszuliefern und hat uns mit seinem Lieferwagen mitgenommen.

 

Ümel

Er war einer der Personen, die uns nach kurzem Kennenlernen zu sich nach Hause eingeladen haben. Er meinte, wir sollten unbedingt zu ihm kommen, sobald wir in Antalya sind. Letzendlich sind wir jedoch zu anderen, lieben Menschen in Antalya gegangen, die uns über Couchsurfing eingeladen haben.

 

Dalaman nach İztuzu Strand und wieder zurück nach Dalaman (ca. 70 km)

 

Savage

Mit seinem Kleinbus fährt er selbst oft Touristen zum Flughafen oder holt sie dort ab, um sie in eines der Hotels zu fahren. Da er sowieso in unsere Richtung musste, hat er uns einfach so mitgenommen ohne eine Gegenleistung zu fordern.

 

Niederländer

Er lebt seit 40 Jahren in der Türkei und ist mit dem Segelboot in die Türkei eingereist. Er hat uns in Dalyan abgesetzt.

 

Volkan und Freund

Nachdem wir ein Stück in Dalyan umhergelaufen sind und gemerkt haben, dass man nicht so gut direkt am Fluss entlang zum Strand laufen kann, haben wir uns fürs Trampen entschieden. Volkan und sein Freund wollten und haben uns am Ende sogar bis zum Strand gefahren, obwohl sie eigentlich nur bis zu dem in der Nähe liegenden Dorf fahren mussten.

 

Mehmet, Memiza und Kinder

Es war bereits schon recht dunkel als uns die Familie mehrere Kilometer bis zur Hauptverkehrsstraße gefahren hat, von wo aus wir leicht zurück zu unserem Couchsurfing-Gastgeber in Dalaman fahren konnten.

 

Fanan

Er fand unsere Reise im positivem Sinne einfach nur „crazy“.

 

 

Davutlar nach Dalaman (ca. 240 km)

 

Yuksal

Am zweiten Tag mit Yuksal sind wir schließlich noch zu einer archäologische Stätte (Teo) und das „Haus der Mutter Maria“ gefahren. Dann haben sich unsere Wege getrennt.

 

Mustafa und Gang

Es wirkte so, als hätten sie versucht, uns die ganze Zeit zu verarschen. Wir konnten sie nicht verstehen und sie haben einfach rumgeblödelt, als ob wir immer irgendwas Witziges geantwortet hätten.

 

Reha Er ist pensionierter Soldat und meinte nach all den Jahren Arbeit für das türkische Militär, dass das Militär im Allgemeinen nicht gut sei. Wir haben mit ihm den Anti-Kriegssong „99 Luftballons“ von Nena und Songs von Falco laut im Auto angehört und ersteren mitgesungen. Es war seine Playlist von Songs, die er mochte. Außerdem hat er uns zum Pommes essen und Bier am Fluss eingeladen und meinte, dass wir bei ihm vorbeischauen sollten, wenn wir wieder in der Gegend sind. Er hätte uns am liebsten auch sofort zu sich nach Hause mitgenommen.

 

Menemen nach Davutlar (ca. 150 km)

 

Ibrahim

Von unseren „Workaway-Gastgebern“ Barış und Senem, welche versuchen hierarchiefreie Strukturen zu leben und aufzubauen, wurden wir wieder nach Menemen gefahren. (Von Izmir sind wir zuvor mit dem Zug nach Menemen gefahren, wo wir Barış und Senem das erste Mal getroffen haben.) Nur wenige Sekunden nachdem sie uns an einer Hauptverkehrsstraße verabschieden haben, blieb auch schon Ibrahim mit dem Auto stehen. Nett wie er war, hat er uns sogar zum Frühstück eingeladen. 

 

Yuksal

Yuksal wohnt in Hamburg und machte gerade Urlaub. Mit ihm sind wir ganze zwei Tage umhergefahren, weil wir uns sehr gut verstanden haben. Am ersten Tag hat er uns mit zu seiner Mutter in ein staatliches Altersheim mitgenommen, das wie eine Art Gefängnis in abgeschwächter Form wirkte. Eingewiesene Personen durften beispielsweise nur nach draußen, wenn sie dafür um Erlaubnis baten.  Es schien durchaus so, als würden die Menschen Hilfe im Alltag benötigen. Doch ist es bei ‚helfen‘ denn wirklich notwendig, die Selbstbestimmung der hilfsbedürftigen Personen derart einzuschränken?

Am Abend des ersten Tages nahm uns Yuksal zu einem 5-Sterne-Hotel seines Freundes mit. Yuksal versuchte sogar (vielleicht auch ein wenig scherzhaft) auszuhandeln, dass wir dort für die Nacht bleiben können. Schlafen durften wir in dem Luxushotel nicht. Stattdessen schliefen wir an einem kleinen Strand im Zelt und Yuksal verbrachte die Nacht lieber im Auto in der Nähe vom Strand statt im 5-Sterne Zimmer. Jedoch konnten wir uns an dem üppigen Buffet bedienen. Von dem Buffet ist am Ende reichlich essen übrig geblieben. Wir vermuten, dass all das restliche Essen weggeschmissen wurde, damit die Gäste am nächsten Tag auch wirklich nur die „besten“ Lebensmittel frisch und in höchster Qualität genießen können.

 

 

Pamukkale nach Izmir (ca. 270 km)

 

Transportfahrer

Die Sitze im Auto waren noch in der Plastikverpackung eingehüllt. Der Fahrer transportierte kiloweise Schokolade. Zum Abschied an der Autobahnauffahrt kurz vor Denizli hat er uns eine Packung Kichererbsen geschenkt.

 

Alsumam und Mehlina

Ein türkisches Paar, dass uns ein paar Kilometer mitgenommen hat.

 

Mustafa

Er transportierte Geräte zur Herstellung von Pommes und hat uns zu sich nach Hause zum Essen eingeladen.

 

 

Izmir nach Pamukkale (ca. 260 km)

 

Akim

Er meinte, wir sollten lieber Kinder kriegen und ein Haus kaufen anstatt zu reisen.

 

Türkischer Mann

Er hat uns eine kurze Strecke von ca. 500m mitgenommen.

 

Türkischer Mann

Er arbeitet für ein Speditionsunternehmen und hat uns in seiner Mittagspause auf die Autobahn gebracht.

 

Sela, Akdim und Omer

Die drei haben uns und unser ganzes Gepäck auf der Autobahn eingesammelt, sodass es recht eng im Auto wurde. Unser Gepäck nimmt schließlich nun einmal bereits 1-2 Sitzplätze in Anspruch, wenn es keinen Platz mehr im Kofferraum gibt.

 

Vedat (LKW-Fahrer)

Vedat hat uns ein Video von seinem Heiratsantrag gezeigt. Wir haben generell viel über (türkische) Hochzeiten geredet.

 

Hamza

Mit Hamza machten wir zwischendurch ein Picknick – natürlich mit typisch türkischem Schwarztee. Er hat uns bis nach Denizli gefahren, der nächstgrößeren Stadt in der Nähe von Pamukkale. Da es dunkel war und wir am gleichen Abend noch gerne bei unserem Couchsurfing-Gastgeber ankommen wollten, sind wir mit dem Bus die letzten paar Kilometer gefahren.

 

 

Akhisar nach Izmir – Tag 2 (ca. 70 km)

 

Farlgoch (LKW-Fahrer)

Nachdem wir sehr früh am Morgen aufgestanden sind, fuhren wir auch schon Richtung Izmir los. Wir wurden am Rand von Izmir abgesetzt. Als wir eine ganze Weile an der Straße gestanden haben, um zu einem Ort in der Innenstadt zu kommen, haben wir uns schließlich entschieden, mit einem städtischen Kleinbus (Dolmusch) zu fahren. Wir waren noch ziemlich müde und wollten in einen Park, um uns etwas hinlegen zu können.

 

Istanbul nach Izmir – Tag 1 (ca. 400 km)

 

Busfahrer

Er hat darauf bestanden, uns bis zur (kostenlosen) Fähre zu bringen, obwohl er dort gar nicht hin musste.

 

Farlgoch (LKW-Fahrer) Er hielt für uns an, ohne dass wir überhaupt den Daumen rausgehalten oder sonstige Trampzeichen gemacht haben. Bei ihm haben wir auch zum ersten Mal in einem LKW übernachtet. :) Leider gibt maximal zwei Betten in einem LKW, sodass Schlossi eine unbequeme Nacht – mal im Beifahrerfahrersitz, mal zusammengerollt zwischen Fahrer- und Beifahrersitz – verbracht hat.

 

Keşan nach Istanbul (ca. 230 km)

 

Murat und Ali Die beiden Busfahrer, haben uns zu sich in Murats Ferienwohnung am Strand eingeladen. Der Plan war dort zu übernachten und am nächsten Morgen mit ihnen weiterzufahren. Wir konnten uns die ganze Zeit nur über einen Übersetzer unterhalten. Außerdem haben sie für uns ein veganes türkisches Gericht gekocht. Als Ali schlief und Schlossi für kurze Zeit raus musste, um ein paar unserer Sachen zu holen, hat sich Kerstin jedoch unwohl mit Murat gefühlt, da er Fragen über Sex gestellt hat und ihr immer wieder unnötig nahe gekommen ist. Schließlich kam es doch zu einer Planänderung durch einen Anruf von Murats Chef. Murat meinte, dass er dauerhaft erreichbar und innerhalb weniger Minuten oder Stunden einsatzbereit sein muss. So sind wir also mitten in der Nacht doch schon nach Istanbul aufgebrochen. Sie haben uns schließlich in einem großen Park am Meer in Istanbul abgesetzt. Nach etwa einer Stunde laufen, haben wir schließlich ein guten Platz zum Zelten gefunden, wo auch einige andere Personen gezeltet haben.

 

Thessaloniki nach Keşan (ca. 185 km)

 

Griechischer Mann

Er hat musste etwas bei dem kleinen Imbiss beim Fluss Nestos reparieren. Also, ganz in der Nähe, wo wir für ein paar Tage gezeltet haben. Zum Abschied schenkte er uns Brot.

 

Türkisches Ehepaar

Wir saßen bereits im Auto als wir mit dem Ehepaar noch an einem anderen Tramper vorbeigefahren sind. Sie wollten den anderen Tramper erst nicht mitnehmen, haben sich dann aber doch noch anders entschieden.

 

LKW-Fahrer Xavras

Der LKW-Fahrer dachte, dass Schlossi nach Alkohol riecht, was jedoch nicht stimmte. Außerdem hatte er Angst vor Flüchtlingskontrollen der Polizei und nimmt deswegen nur Leute in Richtung Türkei mit und nicht andersherum. Da wir auf dem Weg in die Türkei waren, konnte er uns also mitnehmen.

 

Zwei türkische Männer mit Luxuskarre Das Auto war wie eine kleine Limousine. Wir durften allein im Gästeabteil sitzen, wo alles mit beigem Samt ausgekleidet war. Man hätte dort mit mehreren Leuten im Kreis sitzen können. Da die Fahrerkabine abgetrennt vom Gästebereich ist, haben wir kaum mit den beiden gesprochen. Sie haben uns sogar Kekse geschenkt.

 

Thessaloniki nach Galani (ca. 195 km)

 

Gaitanis

Er meinte, dass unsere Beziehungsform verdammt cool ist und überlegt nach Stuttgart zu ziehen. Wir haben ihm jedoch gesagt, dass diese Beziehungsform auch in Deutschland nicht verbreitet ist und nur aus dem Grund nicht nach Deutschland ziehen bräuchte.

 

Pano

Mit seinen 28 Jahren besitzt er schon 5 Cafes. Übrigens hat er 20 Jahre lang in Deutschland gelebt.

 

Eirine und älterer Mann Sowohl Eirine als auch der ältere Mann sind gehörlos. Für uns war es wunderschön zu sehen, wie gut wir uns dennoch mit ihnen unterhalten konnten. Besser als mit vielen anderen Personen, deren Sprache wir nicht sprechen. Das lag vor allem an der sehr freundlichen und aufgeschlossenen Art der beiden uns gegenüber. Sie hätten uns sogar bis direkt vor den Fluss gefahren. Jedoch haben wir ihnen mittels Übersetzer erzählt, dass wir die letzten drei Kilometer laufen können, damit sie nicht extra einen Umweg für uns fahren müssen.

 

Meteora nach Thessaloniki (ca. 230 km)

 

Griechisches Ehepaar

Sie sind aus Lamia und haben uns von Meteora ein Stück bis zur großen Kreuzung Richtung Thessaloniki mitgenommen.

 

Vagelis

Er erzählte uns, dass er Bekleidungsgeschäfte für Männermode besitzt und gerne Marathons läuft.

 

Ioannis

Er bestand darauf, uns klarzumachen, dass Gott in uns drin ist. Da es schon dunkel wurde, haben wir beschlossen in der Nähe der Autobahn zu zelten. Kurz nachdem Ioannis uns verlassen hat, wurden wir von einem Rudel Straßenhunde umzingelt. Glücklicherweise haben andere diese Straßenhunde mit ihrem Auto angehupt, sodass die Hunde etwas Angst bekommen und uns nicht mehr umzingelt haben. Wir sind dann zu einer Wiese mit Strommasten weiter weg von der Straße gelaufen und haben gehofft, dass die Hunde in der Nacht abends nicht zu unserem Zelt kommen würden.

 

 

Galaxidi nach Meteora bei Kalambaka (ca. 245 km)

 

Griechischer Mann

Er lebt seit vielen Jahren in Amsterdam und machte gerade Urlaub in seinem Heimatdorf.

 

Giannis (LKW-Fahrer)

Wieder ein LKW, in dem wir mitfahren konnten. Leider war es uns auch nicht möglich, uns viel mit Giannis zu unterhalten.

 

Deutsch-Griechische Familie

Sie sind mit ihnen am Tag zuvor schon getrampt und haben nun wieder „aufgeholt“, da sie länger in ihrer Unterkunft geschlafen haben. Die Überraschung war auf beiden Seiten groß. Wir sind noch nie zuvor mit derselben Person ein zweites Mal getrampt. Sie haben uns schließlich bis nach Meteora gefahren, wo wir die Radreisende Becky wiedergetroffen haben.

 

 

Patras nach Galaxidi (ca. 90 km)

 

Dora

Sie hielt für uns, obwohl wir nur die Straße entlangegangen sind und noch gar kein Auto heranwinken wollten. Sie hat uns bis zur Brücke mitgenommen. Von dort konnte wir mit der Fähre fahren, die für Fußgänger kostenlos ist.

 

Griechischer Mann

Wieder mal eine Person, mit der wir uns so gut wie gar nicht verständigen konnten.

 

Deutsch-Griechische Familie Sie wohnen in der Nähe von Stuttgart und machten gerade eine Tour durch Griechenland. Wir sollten sie nicht das letzte Mal sehen. ;)

 

Palatia Kultura nach Patras (ca. 150 km)

 

George

Susie hat uns bis zu dem verlassenen Wellness-Center bei Kaiafas gefahren, wo wir hineingeklettert sind. An der Hauptverkehrsstraße hat dann George für uns angehalten, der früher zu seinen Berufsschulzeiten  auch getrampt ist.

 

Segler

Er war schon in Auroville (Indien), einem wirtschaftlich gesehen eher kommunistischem Dorf und hat uns davon erzählt.

 

Yannis mit Tochter

Er ist selbst schon viel mit dem Rucksack herumgereist und wollte es in ein paar Monaten mit Frau und Kind auch wieder machen.

 

Pakistanisch-griechisches Paar Wir waren gerade dabei mit einem anderen Autofahrer abzuklären, ob er uns ohne Geld zu bezahlen mitnehmen kann. Er und sein Freund haben einfach ohne uns zu fragen unser Gepäck eingeladen. Nach einiger Diskussion wurde ein pakistanisch-griechisches Paar, das auf dem Motorrad fuhr, auf uns aufmerksam. Der Motorradfahrer meinte erst, dass es nicht nett wäre, dass wir nicht zahlen wollen. Nachdem wir ihm jedoch mit Hilfe des Übersetzers erklärt haben, dass wir noch gar nicht mit den beiden mitgefahren sind und warum wir trampen, wollte er uns schließlich zu einem Bus fahren, den er bezahlen wollte. Wir haben ihm vorher noch einmal klar gemacht, dass wir Geld haben und Trampen unsere Art zu reisen ist. Er bestand dann darauf, dass er den Bus nach Patras für uns bezahlt.

 

Megalopoli nach Paralia Elea (ca. 190 km)

 

Griechischer Mann

Mit Becky, der britischen Radreisenden, haben wir ein Wettrennen bis nach Palatia Kultura gemacht, dem Ort, an dem Susie mit einer anderen Person eine möglichst hierarchiefreie Gemeinschaft aufbauen wollte. Von unserem Workaway-Projekt in Megalopoli sind wir den ganzen Weg bis zur Autobahn gelaufen. Der Hund Mickey ist uns den ganzen Weg gefolgt. Da kaum Autos bei der Autobahnauffahrt entlang fuhren, wollten wir es direkt auf der Autobahn an einer Stelle mit ausreichend Platz probieren. Mickey ließ sich nicht abschütteln. Kaum eine Minute später kam auch schon die Polizei. Die beiden Polizisten wollten wissen, ob das unser Hund wäre. Natürlich nicht, wir betrachten Tiere ja nicht als Objekte, die besitzen könnte. Die Polizisten haben uns daraufhin gewarnt, dass wenn sie uns hier nochmal sehen sollten, wir eine Strafe von 200€ zahlen müsste. Da wir nicht sicher waren, was die gesetzliche Regelung in Griechenland ist, sind wir inkl. Mickey also wieder zur Autobahnauffahrt zurück. Nach etwas längerem Warten in der Hitze und weitere Versuchen Mickey klarzumachen, dass er nicht mit uns mittrampen kann, hielt endlich ein Auto an. Mickey mussten wir mit seinem enttäuschtem Hundeblick zurücklassen. Der Mann hat uns viel über die griechische Geschichte erzählt und uns erklärt hat, dass das Wort „greek“ von einem türkischen Wort für „Sklave“ abgeleitet wurde. Wir haben völlig verpasst ihm zu sagen, dass wir an der Autobahnkreuzung abgesetzt werden wollten. So also entschieden wir uns für einen langen, eigentlich unnötigen Umweg über Sparta. Von da an dachten wir uns schon, dass wir das Wettrennen mit Becky wohl verlieren werden.

 

Dionissis

Er hat uns den langen Bergweg in der Nähe von Sparta nach Kalamata mitgenommen, zu einer Stadt in die wir eigentlich vor Abreise aus Megalopoli gar nicht hinwollten. Tatsächlich war die Aussicht bei der Fahrt auf dem Weg nach Kalamata ziemlich schön.

 

Chemielehrerin aus Athen

Sie hat uns von Kalamata extra bis zu der Schnellstraße gebracht.

 

Griechischer Mann Er wollte uns nur zum Bus fahren. Wir konnten ihm durch die Sprachbarriere nicht vor dem Einsteigen klarmachen, was wir wollten. Wir sind daher kurz nach dem Einsteigen gleich wieder ausgestiegen.
Nicos

Sein Schwager hat uns zu seiner Babyparty am Strand eingeladen. Wir haben zugestimmt und eingesehen, dass wir das Wettrennen mit Becky sowieso schon längst verloren hatten. Nachdem wir kurz warten sollten, sind wir mit dem Schwager zum Strand. Becky haben wir auch kontaktiert, sie war jedoch mit ihrem Fahrrad schon längst bei Susie angekommen. Ich (Schlossi) habe bei der Babyparty auch ein bisschen Gitarre gespielt. Schließlich sind wir am Strand geblieben und haben dort übernachtet. Am nächsten Tag kamen Susie, Becky und Skillos uns mit dem Auto abholen.

 

 

Sparta nach Megalopoli (ca. 60 km)

 

Mann mit kaputtem Auge und Messer

Nachdem am Vortag das Auto von Alex, unserem Workaway-Gastgeber, eine Panne hatte, sind wir noch länger bei der Orangenplantage von Alex Freunden geblieben. Kerstin, Susie (eine Franzosin, die wir bei Alex getroffen haben) und ich haben uns entschieden, am nächsten Tag zurückzutrampen. Es war eh kein Platz für alle in dem einen anderen funktionierenden Auto, mit dem wir von Megalopoli aus losgefahren sind. Am nächsten Tag hat uns der Cousin der Besitzerin von der Orangen- und Olivenplantage nach Sparta gefahren. Nachdem wir uns in Sparta etwas umgesehen haben, sind wir wieder nach Megalopoli zurück. Im ersten Auto, dass für uns angehalten hat, saß ein Typ mit kaputtem Auge im Geländewagen. Ich (Schlossi) war hinten auf dem Pick-Up. Kerstin und Susie waren direkt neben ihm in der Fahrerkabine. Der Mann hat den „Gipsy“-Jungen (= Zigeuner), wie er ihn nannte, bedrohlich angeschimpft. Er hatte ein Messer in der linken Tür griffbereit. Sehr weit sind wir mit ihm nicht gefahren, weil Susie und Kerstin sich entschlossen haben, früher auszusteigen.

 

Griechischer Mann

Von da an haben wir uns entschlossen eine Straße zu nehmen, die durch die Berge führt, anstatt direkt nach Megalopoli zu trampen. Wir hatten ja genug Zeit, da es erst Mittagszeit war. Nachdem wir eine ganze Weile die wenig befahrene Bergstraße entlanggingen, hielt endlich eine Person für uns an. Der Mann wirkte unsicher und wollte uns erst nicht mitnehmen, hat sich dann aber umentschieden, nachdem wir es mit unseren wenigen griechischen Wörtern (Susie kannte deutlich mehr Wörter als wir) geschafft haben, ihm zu erklären, dass er uns auch nur ein kleines Stück in die Richtung mitnehmen kann. 

 

Griechisches Ehepaar

Nach etlichen, weiteren Kilometern laufen,  einer Bekanntschaft mit einer britischen Radreisenden (Becky), kaputten Füßen und Regen, hat uns schließlich ein Ehepaar die letzten paar Kilometer bis zur Hauptverkehrsstraße gefahren. Der Mann kannte wohl Alex und hat uns freudig erzählt, dass er ein Loch in der Erde gefunden hat aus dem Luft rauskommt. Die Radreisende haben wir übrigens am nächsten Tag in Megalopoli bei unserem Workaway-Projekt wiedergetroffen.

 

Gemüseverkäufer Er hat im wahrsten Sinne des Wortes mitten auf der Autobahn angehalten hat. Es war bereits Abend und es fuhren nur noch wenige Autos auf der Autobahn. Der Mann ist Gemüseverkäufer in Megalopoli und hat uns bis zu dem Markt gefahren, von wo wir nicht mehr weit bis zu unserem Workaway-Schlafplatz laufen mussten.

 

Agii Theodori nach Megalopoli – Tag 2 (ca. 140 km)

 

Griechischer Mann

Er hat uns bis nach Korinth gefahren, wo wir einen Zwischenstop eingelegt haben, um uns den Kanal von Korinth anzusehen.

 

Griechischer Mann

Er musste nach Patras, hat uns aber wenige Kilometer bis zu dem Abzweig Richtung Megalopoli gebracht, von wo wir einfacher trampen konnten. Er hat sich auch gewundert, was wir in Megalopoli wollen.

 

Griechische Lehrerin

Ich (Schlossi) konnte mit ihr viel über Philosophie wie zum Beispiel über Posthumanismus und Nietzsches Philosophie sowie seine Argumente gegenüber Religionen besprechen. Sie meinte, dass sie sich mit ihren Schülern auch sehr kritisch mit Religion auseinandersetzt. Sie hat uns an der Autobahnausfahrt Richtung Megalopoli abgesetzt.

 

Griechischer Mann Wir waren schon auf dem Weg einfach nach Megalopoli vom Autobahnabzweig zu laufen. Dann kam aber doch noch ein Auto vorbei, dass uns bis zum Zentrum von Megalopoli gefahren hat. Von dort konnten wir dann einfach zu unserem Workaway-Projekt gehen.

 

Athen nach Megalopoli – Tag 1 (ca. 60 km)

 

Griechischer Mann

Nachdem wir mit Bahn und Bus bis zu dem 25 Kilometer von Athen entfernten Dorf Paralia Aspropirgou schwarzfahren konnten, sind wir nur wenige Minuten danach weitergetrampt. Ein Mann, mit dem wir kaum kommunizieren konnten und hat uns zu einer Busstation in einem kleinen Dorf gefahren hat. Als wir ihm mitteilen konnten, dass wir nicht mit dem Bus fahren wollen, hat er uns wieder zurück zu einer Hauptverkehrsstraße gebracht.

 

Griechischer Mann

Er meinte, dass Megalopoli hässlich und verschmutzt ist, nachdem wir an einem Kraftwerk vorbeigefahren sind und wunderte sich, was zwei Touristen dort wollen.

 

Zwei griechische Männer Wir haben verpasst ihnen rechtzeitig mitzuteilen, dass wir auf der Hauptverkehrsstraße bleiben wollen. Sie haben uns dann in der Stadt Agii Theodori neben dem langen Stadtstrand mit Park abgesetzt, wo wir uns schließlich entschieden haben zu bleiben und zu übernachten, da wir schon recht lange an der Straße gewartet haben und keine Lust mehr auf Weitertrampen hatten.

 

Ökodorf Free&Real nach Athen (ca. 190 km)

 

Griechisches Paar

Sie haben uns wenige Kilometer von dem abgelegenen Ökodorf bis zur nächstgrößeren Straße gefahren.

 

Griechischer Mann

Er wohnt in Limni und hat uns in der Nähe des Strandes abgesetzt, wo wir zuvor ein paar Nächte verbracht haben.

 

Eva und Anastasia Mit den beiden hatten wir viel Spaß während der Autofahrt. Sie haben uns auf einen Joint und zu sich nach Hause zum Pausieren und Duschen eingeladen, wo wir noch etwas gegessen haben. Am selben sind wir mit ihnen weiter nach Athen, weil Eva ihre Eltern besuchen wollte.

 

Limni Strand nach Ökodorf Free&Real (ca. 40 km)

 

George

George, der „verrückte Professor“, der in Schlangenlinien gefahren ist, sich zwischendurch zu Kerstin auf dem Rücksitz für ein paar Sekunden umgedreht hat, ohne auf die Fahrbahn zu schauen. Er hat versucht, für uns ein Auto zum Weitertrampen mit vielem Herumwedeln anzuhalten und dabei teilweise die Straße blockiert.

 

Ein Typ und vier Freundinnen

Eine Gruppe von Freunden, die in unserem Alter waren und in einem gar nicht so großen Auto unterwegs waren, hielt für uns an. Alle Sitzplätzen waren besetzt und wir meinten zu dem Fahrer, dass wir da doch nicht alle mit unserem gesamten Gepäck reinpassen würden. Der Fahrer meinte, dass wir das schon hinkriegen würden. Und zack, so saßen zwei der Frauen auf dem Beifahrersitz übereinander und Kerstin und ich haben uns genauso einen der hinteren Sitzplätze geteilt, sodass alle sieben von uns inklusive all unserer Gepäckstücke reingepasst haben.

 

Vater vom Gründer des Ökodorfes

Da wir nicht wussten, wo sich das Ökodorf genau befindet und dort einfach auf gut Glück vorbeischauen wollten, haben wir in einem Dorf in der Nähe herumgefragt. Dort hat uns jemand gesagt, dass der Vater vom Gründer des Ökodorfes gerade in einem Cafe ein in Griechenland bekanntes Kartenspiel spielt. Er kam kurz raus und meinte, er könnte uns zu dem Ökodorf Free&Real fahren, wenn er fertig ist. Das Dorf ist nämlich noch einige Kilometer weiter entfernt. Also haben wir etwa ein Stunde gewartet, in der wir etwas gegessen haben und sind dann mit ihm dorthin gefahren.

 

 

Akti Nireos Strand nach Limni Strand (ca. 120 km)

 

Costas und Eva

Sie waren auf dem Weg zurück nach Belgien und haben uns Gurken und Zucchini geschenkt.

 

Despina und Costas

Beide arbeiten bei der Airforce. Außerdem haben sie uns (ungefragt) ein Ziegenkäsegebäck mitgebracht vom Bäcker mitgebracht.

 

Ria

An sie haben wir das Ziegenkäsegepäck weitergeschenkt.

 

Griechischer Mann Mit ihm haben wir uns eine orthodoxe Kirche mit einer Bischofsleiche angesehen.

 

Nea Styra – Akti Nireos Strand (ca. 25 km)

 

Busfahrer vom Hotel

von Schlossis Eltern

Zugegebenermaßen hatte das eher weniger mit Trampen zu tun. Wir wollten einfach nur in den Bus einsteigen, der ohne meine Eltern sonst leer gewesen wäre, jedoch ist es aufgefallen, dass mehr Leute zu dem Hafen fahren wollten, als im Hotel eingecheckt haben. Nachdem wir der Managerin des Hotels erklärt hatten, dass wir nicht im Hotel, sondern die ganze Zeit am Strand geschlafen haben und es doch kein Problem wäre, uns mitzunehmen, wenn der Bus schon fast leer in unsere Richtung fährt, meinte sie nach einer Weile, dass wir mitfahren können.

 

George

Er hat uns von dem Hafen in Nea Styra abgeholt, wo wir kurz zuvor meine Eltern (Schlossi) verabschiedet haben.

 

Dimitri

Er ist in Deutschland aufgewachsen. Außerdem schien Sonnencremeverkäufer zu sein und hat uns eine Spraydose Sonnencreme geschenkt.

 

Nicos

Er hat eine Vollbremsung hingelegt, um für uns anzuhalten, hatte eine Machete im Auto und lud uns auf ein Bier am Strand ein.

 

Schimatari nach Pagorama (ca. 20 km)

 

Hakamal und Ehemann

Ein indisch-griechisches Paar, dass uns im Zentrum von Chalkida abgesetzt hat.

 

Südafrikanische Englischlehrerin

Nachdem wir den Tag in Chalkida verbracht haben, wollten wir an einem auf MaspMe eingezeichnet Strand im nördlichen Teil Chalkidas zelten. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Strand dreckig und voller, großer Steine war, sodass wir dort unser Zelt nicht aufbauen konnten. So sind wir etwas weiter zu einer Straße gelaufen, um zu einem anderen Ort zu fahren. Es wurde schon recht dunkel, als uns schließlich eine südafrikanische Englischlehrerin, die nun schon seit einigen Jahren in Griechenland lebt, bis zu einem ruhigen Strand gefahren hat. Wir konnten uns sehr gut mit ihr unterhalten und hatten ein freundliches, lustiges Gespräch mit ihr. Als wir schließlich zu dem Strand gelaufen sind, sahen wir lauter „Campen verboten“-Schilder auf in griechischer Sprache. Dort haben wir dann für eine Nacht geschlafen. 

 

Sofades nach Schimatari (ca. 230 km)

 

Lari

Er hat uns zum Mittagessen zu sich und seiner Frau eingeladen. Glücklicherweise war das griechische Essen vegan. Lari spielt Bouzouki, ein typisch griechisches, gitarrenähnliches Instrument. Er erzählte uns, dass er für einige Monate in den USA allein als Musiker getourt war, bevor er wieder zurück nach Griechenland kam und seine Frau kennenlernte. Ich (Schlossi) und Lari haben schließlich noch schön gejampt, bevor uns Lari wieder an eine große Straße zum Weitertrampen gefahren hat.

 

Petros

Wir sind mit ihm in seinem LKW mitgefahren. Der LKW-Fahrer fährt Güter innerhalb Griechenlands umher.

 

Junger Polizist

Eigentlich haben wir nur nach einem Schlafplatz gesucht, wo wir unser Zelt neben der Autobahn aufbauen können, da es schon spät war. Wir haben auch ein gutes Fleckchen auf einem Grundstück neben der Autobahn entdeckt, welches Schlossi vorher durch ein Loch im Zaun ausgespäht hat. In der Nähe war allerdings eine im Auto sitzende Person auf dem Grundstück. Wir vermuteten, dass es vielleicht ein Arbeiter oder eine Sicherheitsperson sein könnte und fragten nach, ob es okay wäre dort zu zelten. Er sagte nein. Daraufhin wollten wir etwas weiter zurück gehen, wo wir uns verstecken könnten. Etwa eine Minute später kam die gleiche Person in einem Polizeiauto vorbeigefahren. Er meinte, dass er uns ein kleines Stück bis runter von der Autobahn mitnehmen könne, da er seinen Einsatz in Athen hat. Mit nach Athen könne er uns allerdings nicht mitnehmen, da er Angst vor Problemen durch andere Polizeikollegen hatte, wenn sie uns in seinem Polizeiauto entdecken würden.

 

Paralia Koulouras nach Sofades (ca. 120 km)

 

über 60-jährige Griechin

Wir haben nicht viel mit ihr gesprochen, da sie nur Griechisch sprechen konnte und wir das nicht können. Sie musste sich voll auf die Straße konzentrieren, sodass wir ihr nichts über den Übersetzer zeigen konnten.

 

Janis

Er hat uns von einem zum Trampen sehr ungünstigen Ort vor Larissa mitgenommen, bei dem wir abgesetzt wurden. Er ist einer der wenigen, mit denen wir beim Trampen gesprochen haben, die couchsurfen schon kannten.

 

Dimitri und Nico

Sie waren die Techno Gang 2.0. Wie die Leute, die wir beim Trampen in Ungarn getroffen haben, haben sie die über die ganze Fahrt die Musikboxen gefühlt bis zum Anschlag aufgedreht.

 

Kavala nach Paralia Koulouras (ca. 270 km)

 

Geschichtslehrerin

Eine griechische Frau, die selber trampt.

 

Babi Er hat uns zu sich in sein Strandhäusschen in Paralia Koulouras eingeladen. Das ist wieder mal ein Ort, für den wir uns sehr spontan beim Trampen durch Babis Vorschlag entschieden haben. In dem Srandhäusschen hatten wir unser eigenes Zimmer und waren dort Nachts ganz allein. Babi besitzt drei Boote (und weitere woanders) – ein Zwei-Personen-Segelboot, einen kleinen und einen großen Katameran. Mit zwei von den Booten konnten wir auch eine Rundfahrt machen, für den großen Katameran gab es zu wenig Wind. Babi hat ein befreundetes Seglerpaar vor Ort, mit denen wir auf den beiden Booten segeln waren und ein paar Tage verbracht haben. Uns hat es so gut gefallen, dass wir ganze drei Tage dort geblieben sind. Außerdem hat Babi uns auf eine Segeltour mit seinem großen Segelboot eingeladen, welches an einem anderen Ort steht. Wir haben dankend abgelehnt, da wir schon bald die Eltern von Schlossi auf der griechischen Insel Euböa besuchen wollten und die mehrtägige Segeltour erst in einer Woche gewesen wäre.
   

Galani nach Kavala (ca. 40 km)

 

John

Er ist Mitglied bei einer Heavy Metal Band und wollte selbst schon mal trampen. Allerdings meinte er, dass er lange gewartet hätte und dann aufgehört hat. Danach hat er es nicht noch einmal probiert. Nachdem er durch uns gesehen hat, wie gut es klappen kann und längeres Warten auch mal dazugehören könnte, wollte er es vielleicht noch einmal probieren.

 

Imkerzubehörverkäufer Er verkauft Gegenstände an Imker, mit denen sie beispielsweise Bienenschwärme an einem für Menschen leicht zugänglichen Ort gehalten  werden können. Bienen bräuchten diese Gegenstände natürlich nicht. Bienen werden gekauft und verkauft, genau wie der von ihnen weggenommene Honig. Die Gegenstände als auch die Bienen selbst dienen somit nur den Interessen von Menschen, Geld verdienen und Honig konsumieren zu wollen.
   

Fanari nach Galani (ca. 50 km)

 

Befreundeter Blumenhändler von Costa und Cliteria 

Zwei Tage später haben wir Costa und Cliteria wiedergetroffen und sie bei ihrem Marktstand  in der Nähe von Fanari besucht. Die Dinge, die sie offensichtlich bei dem Marktstand verkaufen, sind nur ein Nebengeschäft. Das Hauptgeschäft ist der Verkauf von eingeschmuggelten Zigaretten aus Bulgarien. In Bulgarien sind Zigaretten nämlich unter anderem durch den Wechselkurs von Euro in bulgarische Lewa deutlich günstiger. Nach dem Markt haben sie uns zu einem befreundeten Blumenhändler in einer Hafenstadt in der Nähe gefahren. Während dort gerade die Marktzeit zu Ende ging und alle Blumen wieder im Lieferwagen verstaut wurden, hat Schlossi nebenher Gitarre gespielt. Costa hat seinen Freund schließlich gefragt, ob er uns nicht mitnehmen könnte, da er in unsere Richtung fährt. Es muss von Anfang an der Plan von Costa gewesen sein, ihn für uns zu fahren, da wir wohl sonst nicht zu dem schließenden Markt gefahren wären.

 

Nichos und Rachael

Die zwei Jungs etwa unseres Alters meinten, dass wir wohl verrückt wären, wie wir Reisen und wohin wir noch reisen wollen. Beide schienen es aber irgendwie doch ganz cool zu finden.

 

Griechische Frau

Sie war die Person, die uns zu einem der für uns wunderschönsten Orte gefahren hat. Wir wussten nichts von diesem Ort, bevor wir ins Auto eingestiegen sind. Wir konnten uns nur sehr schwer mit ihr unterhalten. Angekommen bei dem Fluss mit den eindrucksvollen Felsen und optimalen Campingmöglichkeiten für längeres Bleiben hat sie darauf bestanden, uns 20 Euro zu schenken. Außerdem hat sie uns ihre Cousine vorgestellt, die bei dem dort einzigen Imbissstand arbeitet.

 

Kardschali nach Fanari (ca. 105 km)

 

Behesal, Odshai und noch einer ihrer Freunde 

Die drei haben uns zurück nach Kardschali gefahren, um von dort einfach nach Griechenland trampen zu können. Nachdem wir unser Gepäck aus dem Kofferraum genommen haben und sich dadurch das darunterliegende Tuch verschoben hat, haben wir gesehen, worauf unser Gepäck die ganze Zeit lag: Einem toten Kalb.

 

Krass

Er hat uns bis zur Grenze gefahren. Die Grenzstation von Bulgarien und Griechenland war die erste Grenze, die wir zu Fuß überquert haben. Beim Grenzübergang kamen uns zwei andere Tramper aus Deutschland entgegen, die gerade dabei waren, ihre Reise langsam zu beenden.

 

Costas und Kliteria

Costas und Kliteria haben uns spät abends auf der griechischen Seite der Grenze bis zu einem Strand in der Nähe einer Strandbar gefahren, welche einem ihrer Freunde gehört. Beide sprechen, wie viele aus der Gegend, Griechisch und Russisch. (Wiedersehen zwei Tage später)

 

Kardschali nach Star Chitak (ca. 30 km)

 

Sali

Er war auf dem Weg zu seiner Freundin.

 

Mümül Er war gerade am Arbeiten und hat Zementsäcke zu einer Person in einem Dorf gebracht, in dessen Nähe er auch wohnt. Nach dem kurzen Zwischenstop durch das Entladen der Zementsäcke hat er uns sogar noch wenige Kilometer weiter bis zu der Stelle gefahren, an die wir wollten. Wir hatten nur ein Foto von dem Fluss mit der tollen Aussicht, konnten jedoch nicht vorher herausfinden, wo genau sich diese befindet.
   

Steinabbaugebiet in der Nähe der „Steinpilze“ nach Kardschali (ca. 20 km)

 

Damal

Wir sind bereits ein paar Kilometer bis zum nächsten Dorf gelaufen, da die Straße recht unbefahren war. Damal hat uns ein paar Kilometer mitgenommen und uns ein paar Kirschen gegeben, die in der Gegend wachsen.

 

Zwei Männer

Um an einen besseren Ort zum Weitertrampen zu kommen, sind wir noch wenige Kilometer weiter unter der warmen Sonne gelaufen. Schließlich wurden wir von zwei Männern in einem gelben Lieferwagen wieder ein paar Kilometer mitgenommen.

 

Shaman

Kurze Zeit später hielt Shaman an, der uns die restlichen Kilometer bis nach Kardschali gebracht hat. Am Ende haben wir von ihm eine große Tüte Kirschen bekommen. Es sollte jedoch nicht unsere letzte Begegnung mit Shaman sein. In Kardschali haben wir uns erstmal auf eine Bank gesetzt. Während Kerstin noch Kontaktlinsenmittel organisiert hat, wurde Schlossi von einer Person auf Englisch angesprochen, der mit großen Augen auf die Gitarrentasche blickte und gefragt hat, ob es okay wäre zu spielen. Es stellte sich heraus das die ältere Person ein richtig guter und in der Gegend bekannter Gitarrenspieler ist. Kurze Zeit später lud er uns in sein Cafe ein und stellte uns einer Deutsch sprechenden Freundin vor. Sie hat uns zu sich eingeladen, da sie nicht wollte, dass wir in der Nacht in Kardschali draußen zelten. Da es noch nicht spät war, haben wir mit ihr einen kleinen Tagesausflug durch die Stadt und zu einem Damm gemacht, der aber aus „Terrorschutzgründen“ geschlossen war. In der Stadt haben wir auf dem Lebensmittelmarkt Shaman wiedergetroffen, der Milch verkauft. Er hat sich gefreut uns wiederzusehen und wollte uns gleich eine Flasche Milch schenken. Da Kerstin und ich aus ethischen Gründen Veganer sind, haben wir dankend abgelehnt.

 

Sveti Vlas zu den „Steinpilzen“ (ca. 270 km)

 

Stanislav

Unser Couchsurfing-Gastgeber, Stanislav, hat uns von Sveti Vlas nach Burgas gefahren, da er auch in unsere Richtung musste. Das kann man jetzt zugegebenermaßen nicht wirklich als klassisches Trampen bezeichnen, da wir bei der Person ja waren. Dennoch ein ähnliches Prinzip: Fragen und Sitzplätze nutzen, die sowieso in unsere Richtung wollen.

 

bulgarischer Mann

Er wollte uns nach dem Absetzen gleich ein weiteres Auto organisieren, das uns mitnimmt.

 

Michael Er hat uns zu den Pilzen aus Stein gefahren und für uns nachgefragt, wo wir Wasser herbekommen können, da die Gegend recht abgelegen war. Da er einen ortsansässigen Bulgarier gefragt hat, haben wir erfahren, das ein paar Meter weiter eine Quelle neben einem verlassenen Steinabbaugebiet liegt. Das ist ein ruhiger Ort und uns hat es ganz gut gefallen, sodass wir uns entschieden haben dort zu übernachten, obwohl es erst früher Nachmittag war.
   

 

Sofia nach Sveti Vlas (ca. 420 km)

 

Dima und Jane

Bulgarierehepaar im Retroauto

 

Diana

Mit Diana hatten wir unsere erste Panne beim Trampen. Wir haben so nett miteinander geredet, dass niemand bemerkt hat, dass kaum noch Benzin im Auto ist. So wurde das Auto auf der Autobahn also immer langsamer und langsamer bis nichts mehr weiter ging. Diana musste daraufhin einen Abschleppwagen beordern, denn weder wir noch sie hatten Bargeld dabei, um zu uns gebrachtes Benzin zu bezahlen. Die Person vom Abschleppdienst zu der Diana Kontakt hatte, vertraute ihr wohl nicht, dass sie ihn bezahlen würde, wenn sie erstmal Benzin ohne Geld bekommen würde. Schließlich kam die Person mit dem Abschleppwagen und hat uns alle drei, nach einer kurzen Diskussion zwischen dem Fahrer und ihr, mitgenommen. Wir sind eine recht weite Strecke bis zur nächsten Tankstelle im Abschleppwagen gefahren. Voll getankt ging es dann endlich weiter bis nach Burgas. Wir waren also mehrere Stunden und auf einer langen Strecke mit Diana unterwegs.

 

Mann aus Burgas Er hat uns eine kurze Strecke zu einer Bushaltestelle Richtung Sveti Vlas gebracht. Nachdem wir fast eine Stunde versucht haben in der Dunkelheit weiter zu trampen, haben wir uns entschieden, die letzten paar Kilometer mit dem Bus zu fahren, um noch am selben Abend bei unserem Couchsurfing Gastgeber in Sveti Vlas anzukommen.
   

 

Prolesha nach Sofia – Gitarrenjagd in Sofia Tag 2 (ca. 15 km)

Mann mit Sängerinnenfrau

(+ Wiedersehen mit Busfahrer Simone) 

Am Tag darauf ging die Gitarrenjagd weiter. Mit Christina mussten wir erst zurück in die Innenstadt. Da sie selber, auch öfter trampt, sind wir so gemeinsam los nach Sofia. Nach kurzer Zeit hat uns ein Mann einer Sängerinnenfrau mitgenommen. Nach dem Absetzen und ein paar Laufminuten später, waren wir dann wieder bei dem Busbahnhof. Wir fragten im Büro nach, ob eine Gitarre gefunden wurde. Aber nichts. Wir warteten dann dort noch ca. eine Stunde, in der Hoffnung, dass in einem der Busse, die wieder zurück Richtung Skopje fahren, meine Gitarre drinliegt. Und tatsächlich! In dem Bus der früh morgens fahren sollte, war der Busfahrer Simone mit der Gitarre. Nach einer dicken Dankesumarmung haben wir dank Christinas Übersetzung erfahren, dass der Busfahrer schon die ganze Zeit nach uns gesucht hat. Er erzählte uns, dass er nach Ankunft des Busses mit einem Auto zurück zu der Stelle gefahren ist, an der er uns rausgelassen hat. Er hat dort eine lange Zeit auf uns gewartet, aber wir waren natürlich nicht da. Die Begegnung mit Simone und unsere Schusseligkeit haben uns durch Zufall den Weg mit Christina kreuzen lassen. Diese wunderschöne Geschichte von Hilfsbereitschaft werden wir wohl noch sehr lange in Erinnerung behalten.

Skopje nach Sofia (ca. 240 km)

 

Fitnesstrainerin

Sie lebt in der Nähe von Skopje und hat uns ein Stück mitgenommen, damit wir weiter außerhalb der Stadt einfacher ein Auto in unsere Richtung finden können.

 

Enis

Ein CEO, der uns wohl auf seinem Weg schon kurz zuvor trampen gesehen hat.

 

Busfahrer Simone

Er ist der erste Busfahrer eines Langstreckenreisebuses, der uns beim Trampen mitgenommen hat. Als der Bus hielt, haben wir erst gar nicht daran gedacht, dort wirklich geldfrei mitfahren zu können. Simone kam einfach raus, hat nicht mal eine Frage nach Geld gestellt, sondern wusste sofort, was wir da am Straßenrand tun. Wir hatten dann eine sehr gemütliche Fahrt bis zur Ringstraße von Sofia, wo er uns einfach rausgelassen. Von dort wollten wir eigentlich gleich weiter trampen, da wir gut in der Zeit lagen und das Ziel der Sonnenstrand von Bulgarien war, wo wir meine Schwester besuchen wollten. Eigentlich. Allerdings haben wir die Gitarre im Bus vergessen, der nun abgefahren ist. „Scheiße!“, dachte und sagte ich mehrmals. Keine Nummer vom Busfahrer. Keine Ahnung, wo genau die Endstation vom Bus sicher wäre, geschweige denn zu wissen, welche Busfirma das war. Kein Internet. Die einzige Idee war auf gut Glück eine der eingezeichneten zentralen Busstationen aufzusuchen. Zuerst sind wir zu einem großen Baumarkt gegangen, wo wir mit unserem Gepäck auch gleich aufgefallen sind. Bei dem Baumarkt haben wir Internetzugang erfragt und versucht, irgendwelche Informationen zu Busankunftszeiten und -orten zu bekommen. Schließlich kam ein Mädchen, Christina, unseres Alters vorbei. Sie konnte Deutsch und hat uns gefragt, ob sie uns irgendwie helfen könnte. Mit wenig Zuversicht, dass sie uns in der Lage irgendwie helfen könnte, haben wir ihr die Geschichte von der verlorenen Gitarre beim Trampen erzählt.  Sie kannte eine Busstation im Zentrum, wo viele Reisebusse ankommen würden. Sie wollte mit uns den langen Weg bis dorthin mitkommen. So sind wir also gut 40min zu dritt mit dem Bus zu der Busstation gefahren. Leider war es schon sehr spät. Kein Bus war mehr da und auch keines der Verwaltungsbüros offen, wo wir hätten fragen können. Christina hat uns dann zu sich eingeladen und angeboten, es morgen früh nochmal dort gemeinsam zu probieren. Jedoch lebt sie weiter außerhalb von Sofia, weswegen sie ein Taxi organisiert hat, welches sie bezahlen wollte. Abends sind wir noch zu einem Wohnwagen von Christinas Nachbarn gefahren, wo wir der Tochter der Nachbarin beim Singen zugehört haben. Als wir danach schließlich bei Christina zu Hause angekommen waren, konnten wir in einem separaten Zimmer bleiben. Sie meinte, es würde schlecht riechen und entschuldigte sich für den Geruch und erzählte uns, dass dort vor Kurzem eine ältere Dame gestorben wäre. (Fortsetzung der Gitarrenjagd siehe oben)

 

Rožaje nach Skopje (ca. 200 km)

 

Armin und Beifahrer

Die beiden haben uns mit über die Grenzkontrolle von Montenegro und Kosovo genommen.

 

LKW-Fahrer

Er hat englische und deutsche Freunde angerufen, um mit uns besser reden zu können.

 

Barüm und Arsim

Sie lebten in Deutschland während der Jugoslawienkriege.

 

Mann aus dem Kosovo

Er hat in einem Kinderparadies gearbeitet.

 

Mann aus dem Kosovo

Er wollte uns für 10€ weiter nach Skopje fahren. Da wir möglichst nur mit Menschen mitfahren, die sowieso in unsere Richtung fahren und auch kein Geld bezahlen wollen, wenn sowieso viele Autos in unsere Richtung fahren, haben wir abgelehnt. Kurz darauf saßen wir im nächsten Auto, das nach Skopje fuhr.

 

Mann aus Skopje (Mazedonien) Er hat seinen Freund aus Deutschland zum Übersetzen angerufen, wollte uns ein Eis kaufen und hat uns über die Grenze von Kosovo und Mazedonien mitgenommen.

 

Muo nach Rožaje (ca. 260 km)

 

Dragan

Mann, der Immobilien kauft und verkauft

 

älterer Montenegriner

Er hat uns viel über den Euro und die Geschichte des Balkans erzählt.

 

Boris (Taxifahrer) und Wulf (sein Sohn)

Boris und Wulf haben uns mit dem Taxi mitgenommen, ohne das wir zahlen mussten. Boris war auf dem Weg in unsere Richtung und wollte zu sich nach Hause, um Feierabend zu machen.

 

junge Frau

Sie hat uns ca. 300m bis zur nächsten Tankstelle mitgenommen, um von dort besser weitertrampen zu können.

 

Suad Suad ist Restaurant Manager und wir konnten uns mit ihm  mittels Google Übersetzer unterhalten. Nichtsdestotrotz hat er uns mehr als zwei Stunden im Auto mitgenommen, einen Schlafplatz im Motel eines Freundes in Rožaje organisiert und mit uns den Abend gefüllt mit Schlossis Gitarrenmusik verbracht.

 

Dubrovnik nach Muo (ca. 100 km)

 

Mann aus Kroatien mit wenig Sitzplätzen im Transporter

Kerstin ist hinten in den von der Fahrerkabine abgetrennten Bereich eingestiegen, da es vorne nur einen Sitz gab. Währenddessen hat Chris viel mit dem Fahrer über Musik geredet und der dann auch die Rockmusik laut aufgedreht hat. Der Fahrer meinte dann zu Chris, dass er Kerstin fast vergessen hätte, als er ein bisschen stärker bremsen musste.

 

Elena

Sie hat uns bis zur Montenegroischen Grenze mitgenommen und uns auch angeboten bei ihr zuhause vorher noch duschen zu können. Wir wollten aber ohne Stopp gleich weiter. Nachdem sie uns abgesetzt hat, sind wir zum ersten Mal durch eine Grenzkontrolle gelaufen.

 

Person aus China, an deren

Namen wir uns leider nicht mehr erinnern

Er hat uns von der Montenegrischen Grenze nach Muo mitgenommen und angeboten, in seiner über AirBnB gemieteten Wohnung zu bleiben. Er selber war gerade allein am Reisen und meinte, er würde in ein paar Wochen heiraten. Da wir auf dem Weg nach Skopje zu unserem Workaway waren und keine konkreten Zwischenziele hatten und es auch schon spät war, sind wir mit zu ihm nach Muo gefahren. Er hat uns in die Wohnung sozusagen eingeschmuggelt, weil es laut vertraglichen Regelungen eigentlich nicht erlaubt ist, einfach noch weitere Personen mitzubringen. Letztlich haben wir mit ganze zwei Tage verbracht, in denen wir uns Muo angeguckt (und dabei durch Insider-Informationen des AirBnB-Gastgebers Schleichwege gefunden haben, um nicht für die Wanderung auf der Mauer der Altstadt zahlen zu müssen), unser Dog-Brettspiel gespielt und viel gelacht haben. Er hat mich (Schlossi) auch dazu bewegt, dass erst Mal auf der Straßenmusik zu spielen – abends am Tor vor der Altstadt mit einigen interessierten Zuhörern. Wir haben ihm auch etwas neues gezeigt: Lebensmittel kann man ganz einfach geldfrei am Ende von Gemüse- und Obstmärkten aufsammeln, da zu Marktzeiten „unschöne“ Lebensmittel aussortiert werden und am Ende verwahrlost zurückbleiben.

 

Podgara nach Dubrovnik – Tag 2 (ca. 145 km)

 

Mann aus Kroatien

Schwere und schleppende Kommunikation mit Hilfe unseres Offline-Übersetzers

 

Zwei Albanier

Die beiden arbeiten in Leverkusen (Deutschland), die Ehefrauen und Kinder sind jedoch in Albanien. Sie verdienen in Deutschland für ihre Arbeit mehr Geld. Um Job und Familie unter einen Hut zu bringen, müssen sie also weite Strecken fahren, für die viel Zeit und Benzin draufgehen. Wieder einmal ein gutes Beispiel für den absurden Geldzwang des Kapitalismus.

 

 

Split nach Dubrovnik – Tag 1 (ca. 215 km)

 

Mario mit seinen zwei Kindern

Mario, der zu der Zeit sein drittes Kind erwartet, hat uns mit seinen beiden Kindern mitgenom-men und wollte so nebenher sein Englisch mit uns üben. Er meinte, wie auch schon andere vor ihm, dass Chris nicht wie ein „Deutscher“ aussehe. (Wie wohl ein richtiger Deutscher aussehen mag? ;))

 

Polnische Frau Sie hat ihre Shopping Tour auf Krvavika verschoben und wegen starkem Regen darauf bestanden, uns noch ca. 15 min weiter zu einer Bushaltestelle in Podgora zu fahren, wo wir uns unterstellen konnten. Es war schon dunkel und ein Bus wäre sowieso nicht mehr gekommen. Wir standen dort noch eine ganze Weile, haben uns dann aber entschlossen, irgendwo bei einer Olivenplantage unentdeckt unser Zelt aufzuschlagen, um am nächsten Tag weiter nach Dubrovnik zu fahren.

 

Maslenica nach Split (ca. 160 km)

 

Zwei Kellner von einem

Restaurant im  Nationalpark

Die Schicht von den beiden war vorbei. Das war praktisch für uns, denn so mussten wir nicht den mehrere kilometerweiten Weg mit unserem schweren Gepäck bis zu einer besser befahrenen Straße laufen, um aus dem Nationalpark rauszukommen.

 

Deutsche Frau beim Trip durch Kroatien

Sie ist gerade selbst durch Kroatien gereist und hat uns von einer Bungy Jump Brücke mitgenommen. In der Nähe davon ist übrigens ein verlassenes Hotel mit großem Grundstück, auf dem wir in der Nacht zuvor campen waren. Sie hat uns von der Brücke ein paar Meter zur Autobahn mitgenommen, wo wir eine sehr schöne Aussicht hatten. Allerdings haben wir an der Stelle auch ca. eine Stunde warten müssen.

 

Moris und Igor (Regisseur und Filmemacher)

Die beiden Freunde haben uns schließlich von der ungünstigen Stelle mit der schönen Aussicht abgeholt. Sie meinten, dass wir gemeinsam einen Film über unsere Reise drehen sollten und haben uns gleich darauf nach Filmmaterial gefragt. Einer der beiden Freunde ist Regisseur und Filmemacher.

 

Nationalpark Plitvicer Seen zurück nach Grabovac zum Einkaufen und dann nach Maslenica (ca. 125 km)

 

Zwei Kellner von einem

Restaurant im  Nationalpark

Die Schicht von den beiden war vorbei. Das war praktisch für uns, denn so mussten wir nicht den mehrere kilometerweiten Weg mit unserem schweren Gepäck bis zu einer besser befahrenen Straße laufen, um aus dem Nationalpark rauszukommen.

 

Vleko Ein Kroate, der uns den ganzen, langen Weg von über 100 km bis Maslenica mitgenommen hat.

 

 

Zagreb nach Nationalpark Plitvicer Seen (ca. 140 km)

 

Tomislav

Fotograf bei Greenpeace mit einem recht luxuriösem Auto.

 

Brean

Er ist einer der wenigen, der mit seiner Familie noch Grundstücke im Plitvitzsee Nationalpark besitzen darf. Der Familie gehören wohl auch zwei Ferienhäuser dort. Wir wurden eingeladen im Garten seiner Oma zu zelten. Von dort konnten wir uns sehr leicht in den touristischen Teil des Nationalparks einschleichen.

 

Krishna Völgy (bei Samogyvamos) nach Zagreb (ca. 220 km)

 

Kroatisches Paar mit Autoteilen
im Auto

Andere hätten wohl gesagt, sie haben keinen Platz für uns. Die beiden haben einfach die große Motorhaube die im Laderaum war nach hinten geschoben, damit einsteigen konnten.

 

Josef

LKW-Fahrer, der uns Brot geschenkt hat (und auch viele andere nicht-vegane Lebensmittel aus seinem kleinen Kühlschrank geben wollte).

 

Chinesischer 

Touristenführer

Mit ihm hatten wir unsere ersten kleinen Schwierigkeiten beim Übertreten der Grenze. Er hatte wohl Angst, dass unsere Reisepässe gefälscht sein könnten und darauf bestanden, dass wir zu Fuß über die Grenze laufen, um uns dann weiter mitzunehmen. Wir konnten mit ihm leider auch nur schwer kommunizieren. Da die Grenzbeamten aus bürokratischen Gründen natürlich keine Fußgänger auf der Autobahn dulden wollten, haben diese wiederum darauf bestanden, dass wir zurück ins Auto einsteigen. Da standen wir also auf der einen Seite zwischen der Angst des Chinesen vor Bestrafung sowie der Autorität der Polizisten und auf der anderen Seite der fragwürdigen Autorität der bürokratischen Grenzbeamten. Letztlich durften wir wieder einsteigen und die Grenze im Auto überqueren, nachdem die Polizisten ihm klar gemacht haben, dass wir „deutsch“ und deswegen „gut“ sind.

 

Türje nach Krishna Völgy in Samogyvamos (ca. 90 km)

 

Ungarische Technogang
(zwei Jungen und ein Mädchen)

die uns bis zum nächsten Dorf gefahren haben… Die Verständigung auf sprachlicher Ebene war gleich Null (da sich unsere Sprachkenntinsse auf Ortsnamen und Danke beschränkt haben), die Techno Musik dafür umso lauter -.-

 

Kieferorthopädin

und Reiterin, die eine eigene Praxis aufmachen möchte.

 

Daniel

der uns mitgenommen hat obwohl wir noch nicht einmal unseren Daumen rausgehalten haben und der uns eingeladen hat, beim Aufbau seiner Ökofarm zu helfen.

 

Krishtof

fand unsere Art zu reisen cool und wollte uns wohl Gras verkaufen :D

 

Atilla und Anniko

haben von sich aus gefragt, ob wir Hilfe brauchen. Sie wollten eigentlich eine Einkaufstour machen, haben uns aber dann zu einer guten Stelle auf die nächste Bundesstraße gebracht. Außerdem haben sie uns zwei Flaschen Wasser von er Tankstelle mitgebracht (wir wollten eigentlich gar keins^^) und uns auf einen Joint eingeladen.

 

Ungarisches Paar mit Bauarbeiterauto

Konnten uns aufgrund der Sprache nur schwer miteinander verständigen.

 

 

Ein Man und eine Frau

die uns bis in das abgelegene Samogyvamos und dort zum hinduistischen Ökodorf Krishna Vögly gefahren haben.

 

 

 

Budapest nach Türje (ca. 200 km)



Eine ungarische Frau und Mann

die uns ein Stückchen bis zur nächsten großen Raststätte auf der Autobahn gefahren haben, anstatt auf die kleinere, wo bereits ein anderer Tramper stand.

 

Ungarisches Ehepaar

welches uns zu einem kleinen Ausflug zu einem Aussichtspunkt beim Balaton (Plattensee) eingeladen hat, obwohl wir kaum ein Wort mit ihnen sprechen konnten.

 

Dániel und Viktória

aus Ungarn, die Deutsch sprechen konnten und von sich aus vorgeschlagen haben, einen kleinen Umweg zu fahren, um uns bis vor die Haustür ins kleine, nahegelegene Dorf Türje zu bringen.

 

 

Wien nach Budapest (ca. 240 km)

 

Golfspieler

Geschäftsmann, der gerade vom Golfen kam und uns ein kurzes Stück von einer ungünstigen Stelle weg auf der nächsten Autobahntankstelle auf unseren Wunsch rausgelassen hat, welche leider recht verlassen war. Um von ihm mitgenommen zu werden, mussten wir die Autofahrer aus einem Kreisverkehr zur Autobahnausfahrt in eine andere Richtung und auf einen Parkplatz lotsen, ohne selbst auf die Fahrbahn zu gehen, weil von unserer Seite kein Auto auf die Autobahn Richtung Wien gefahren ist. Da kein Auto hinter ihm war, hat er angehalten und Chris konnte über die Leitplanke springen und ihn fragen, ob er auf den Parkplatz fährt und uns mitnimmt.

 

Bogenschießpapa mit Tobi und seinem großen Bruder

Vater, der darauf bestanden hat, uns 10€ für das Zugticket zum anderen Teil der Stadt zu geben, damit wir nicht Schwarzfahren. Er hat uns auch von einem alternativem Zentrum in der Nähe der Autobahnauffahrt „Die Arena“ erzählt, bei der man ggf. wegen eines freien Schlafplatzes nachfragen könnte.

 

Vater aus Polen

Nachdem wir zum Flughafen gefahren sind und ihn bei einer Tankstelle angesprochen haben, hat er uns ein Stück Richtung Budapest mitgenommen.

 

Deutschsprachiger Mann und

seine Mutter aus Rosenheim

Die beiden waren auf dem Weg nach Rumänien und der Fahrer wollte mit vielen Energy Drinks die ganze Strecke von Deutschland nach Rumänien durchfahren. Unser Gepäck musste teilweise auf unseren Schoß, da nicht viel Platz war.

 

Ein junger und ein älterer Mann

aus Rumänien

Als wir die beiden nach einer Mitfahrgelegenheit fragten, sind sie einfach ohne Antwort an uns vorbei gegangen. Dann, fast eine Minute später, als sie im Auto saßen, haben sie uns herangewunken und wir durften doch noch einsteigen. Es war ein kleines Auto. Mit all unserem Gepäck und uns haben wir so den Kofferraum als auch die ganze hintere Sitzreihe bis oben hin randvoll gefüllt. Am Ende meinte der Jüngere, der etwas Deutsch sprechen konnte, dass er 20€ von uns haben möchte, obwohl wir nicht nach einem Taxi gefragt haben, sondern ihm davor erklärt haben dass wir Trampen. Ich (Schlossi) habe ihm dann auch erklärt, dass wir versuchen den Überfluss zu nutzen und mit Leuten mitfahren wollen, die Platz haben und sowieso in die Richtung fahren. Er schien es dann letztendlich auch akzeptiert zu haben…

 

München nach Wien/Stockerau (ca. 450 km)

 

Nicole und Nicoletta

Mutter und Tochter, die den weiten Weg von BaWü nach Österreich fahren mussten, damit Nicole ihre Studienprüfung schreiben konnte. Sie waren in dem Auto genau neben Kerstins Mama und mit die ersten, die uns nach  nur wenigen Sekunden Suchen auf dem Rastplatz bei München mitgenommen haben.

 

Aurelio

Italiener, der für einen Freund Möbel aus Deutschland nach Italien gefahren ist und sich mit reichlich Energy Drinks wachgehalten hat, um die ganze Strecke in einem Stück durchzufahren. Die Kommunikation mit ihm war schwierig, weil er kaum Englisch und wir kein Italienisch sprechen konnten, aber er hat uns dennoch eine weite Strecke bis in den Süden von Wien mitgenommen.

 

Michelle

Ein von unseren Reiseplänen vollkommen begeistertes und sehr humorvolles Mädchen, die wir auf einem McDonalds Parkplatz angesprochen haben (sie ist jedoch Vegetarierin und kam frisch aus dem Fitnessstudio in der Nähe). Obwohl sie im südlichen Teil der Innenstadt lebt, hat sie von sich aus vorgeschlagen, uns bis vor die Haustür ins nördliche Stockerau zu fahren, um mehr über unsere Art zu Reisen zu erfahren. Sie „rettete“ uns damit von einem sehr ungünstigen Spot und der anbrechenden Dämmerung. Falls du das hier liest, Michelle, wünschen wir dir viel Spaß, wenn du tatsächlich auch (vielleicht mit deinem Freund) einfach losziehst! :)

 

 

5. Krishna Völgy (bei Samogyvamos) nach Zagreb
Trampen Krishna nach Zagreb_quadr72
Türje nach Krishna Völgy in Samogyvamos
Türje nach Krishna Völgy in Samogyvamos (3)
Budapest nach Türje (4)
Budapest nach Türje
Trampen - Wien nach Budapest
Trampen - Wien nach Budapest 2
Trampen - Wien nach Budapest - Schild3
Trampen - München nach Stockerau
Trampen -München nach Stockerau
Trampen

Danke an alle, die uns bisher mitgenommen haben!

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